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| Kokospalmholz |
Name und Verbreitung:
Die Kokospalme (Cocus nucifera) stammt aus dem pazifischen Raum.
Wegen ihrer Frucht und nutzbaren Nußschalenfaser wird die
Palme heute praktisch überall in den Tropen angebaut. Das
Holz ist ein Abfallprodukt der Plantagenwirtschaft. Die Palmen
werden periodisch im Turnus von 60 Jahren durch junge, ertragsstarke
Sorten ersetzt. Verfügbare Menge: ca. 400Mio. cbm p.a.
Holzbild:
Das Holz der Kokospalme unterscheidet sich von Hölzern der Dikotyledonen
dadurch, daß es von Leitbündeln durchzogen ist, die die
Funktion von Xylem und Phloem übernehmen (die Leitbündel
sind also schwarze Punkte im Hirnschnitt sichtbar). Die Dichte der
Leitbündel im Holzgewebe bestimmt die Holzeigenschaften. Während
im Kernbereich des Palmstamms die Dichte bei einer Holzfeuchte von
12% unter 0,40 g/cm3 liegt, kann sie im periphären Bereich 0,80
und mehr g/cm3 erreichen. Die Farbe des Holzes korreliert mit seiner
Dichte. Die Farben variieren von hellbraun bis dunkelrotbraun.
Eigenschaften:
Kokospalmholz läßt sich nur mäßig gut bearbeiten
und ist stark Werkzeugstumpfend. Ein hoher Dichteunterschied zwischen
den Leitbündeln und dem Grundgewebe und ein gewisser Silikatanteil
führen zu einer Verkürzung der Werkzeugstandzeiten im Vergleich
zu heimischen (europäischen) Laubholzarten. Eine gute Bearbeitungsqualität
bei genügender Standzeit läßt sich nur bei stellitierten
bzw. hartmetallbestückten Werkzeugen erreichen. Eine gute Staubabsaugung
ist wichtig. Die Aufnahme von Lacken, Lasuren und Ölen ist unproblematisch.
Ebenso werden Beizen hervorragend aufgenommen. Die Leimbarkeit ist
gut bei Verwendung handwerks-üblicher PVAc-Leime (Weißleime).
Da Kokospalmholz höherer Dichte zur Rißbildung neigt, wird
beim Einsatz von Schrauben ein Vorbohren empfohlen. |
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